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Auswirkungen von LSD auf Neuroplastizität

Kann LSD die Anpassungsfähigkeit des alternden Gehirns verbessern? Dieser Frage widmet sich eine neue klinische Studie in der Schweiz. Forschende wollen untersuchen, ob Behandlungen mit dem psychedelischen Wirkstoff die sogenannte Neuroplastizität – also die Fähigkeit des Gehirns, sich strukturell und funktionell neu zu organisieren – bei Menschen ab 55 Jahren positiv beeinflussen können. Die Ergebnisse könnten langfristig neue Ansätze für die Behandlung psychischer Erkrankungen im höheren Lebensalter ermöglichen.
Studie-Gehirn
Auswirkungen von LSD auf Neuroplastizität
Auswirkungen von LSD auf Neuroplastizität als Hörbeitrag

Für die Untersuchung werden gesunde Probanden gesucht, die die medizinischen Einschlusskriterien erfüllen. Die Teilnahme erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Monaten und umfasst insgesamt sieben Laborbesuche.

Im Rahmen der Studie erhalten die Teilnehmenden eine zufällig zugewiesene Dosis LSD zwischen 0 und 0,1 Milligramm (100 Mikrogramm). Da es sich um eine doppelblinde Studie handelt, wissen weder die Probanden noch das Forschungsteam, welche Dosierung im jeweiligen Fall verabreicht wird.

Neben der Verabreichung des Wirkstoffs erfassen die Forscher Veränderungen der Hirnaktivität mithilfe von EEG-Messungen. Ergänzend werden Blutproben entnommen, computergestützte kognitive Aufgaben durchgeführt sowie standardisierte Fragebögen ausgewertet.

Nach Angaben des Studienteams kann LSD vorübergehende Veränderungen der Wahrnehmung auslösen. Der Einsatz des Wirkstoffs gelte im kontrollierten klinischen Umfeld bisherigen Erkenntnissen zufolge als sicher, mögliche Langzeiteffekte seien jedoch noch nicht abschließend erforscht. Über mögliche Wirkungen und Risiken würden alle Teilnehmenden vor Studienbeginn umfassend informiert. Während sämtlicher Untersuchungen sei zudem kontinuierlich wissenschaftliches Fachpersonal anwesend.

Die Studie entspricht nach Angaben der Forschenden den gesetzlichen Vorgaben in der Schweiz und wurde von der zuständigen lokalen Ethikkommission genehmigt. Persönliche Daten der Teilnehmenden würden vertraulich behandelt.

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