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5-MeO-DMT zeigt überraschende Geschlechterunterschiede

Ein Forschungsteam hat einen neuen Blick auf die Wirkung des Psychedelikums 5-MeO-DMT geworfen – und dabei bislang unbekannte Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Gehirnen entdeckt. Mithilfe funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) untersuchten die Wissenschaftler erstmals, wie die Substanz in Echtzeit auf das Gehirn wirkt.
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5-MeO-DMT zeigt überraschende Geschlechterunterschiede
5-MeO-DMT zeigt überraschende Geschlechterunterschiede als Hörbeitrag

Für die Studie wurden wache, bislang unbehandelte Ratten untersucht. Das Ergebnis: Die Droge greift schnell und tief in die Hirnaktivität ein – allerdings nicht bei allen gleich. Weibliche Tiere reagierten bereits auf niedrige Dosen deutlich sensibler. Ihre Gehirnaktivität veränderte sich in vielen Regionen stark, während männliche Tiere bei derselben Menge kaum vergleichbare Effekte zeigten.

Erst bei höheren Dosen näherte sich die Reaktion an: Dann kam es bei beiden Geschlechtern zu weitreichenden Veränderungen der Hirnaktivität. Diese Effekte traten schnell auf, erreichten innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt und klangen ebenso rasch wieder ab. Insgesamt beobachteten die Forschenden eine deutliche Verringerung der funktionellen Vernetzung im Gehirn.

Die zeitliche Dynamik bestätigt frühere Hinweise: 5-MeO-DMT wirkt extrem schnell, aber nur kurz. Genau diese Eigenschaft macht die Substanz für die medizinische Forschung interessant, etwa bei der Behandlung von Depressionen oder Angststörungen.

Besonders bemerkenswert ist jedoch der neu entdeckte Geschlechterunterschied. Er könnte erklären, warum Menschen unterschiedlich auf psychedelische Substanzen reagieren – und künftig eine individuellere Dosierung oder Therapie ermöglichen.

Noch stammen die Ergebnisse aus Tierexperimenten, und viele Fragen sind offen. Dennoch liefert die Studie wichtige Grundlagen für die weitere Erforschung psychedelischer Wirkstoffe – ein Feld, das in den vergangenen Jahren zunehmend an wissenschaftlicher Bedeutung gewonnen hat.

Paper: Cavallaro N, Rai P, Akins D, Soltanpour S, Nasseef MT, Ortiz R, Madularu D, Kulkarni PP, Ferris CF. Beyond the toad's kiss: Mapping acute 5-MeO-DMT effects on brain connectivity across sex and dose using awake rat neuroimaging. Neuropharmacology. 2026 Jun 15;291:110886. doi: 10.1016/j.neuropharm.2026.110886. Epub 2026 Mar 6. PMID: 41796937.

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