Agenda
World Ayahuasca Forum 2026: Indigenes Wissen für gemeinsame Zukunftsfragen
Eine historisch einzigartige Zusammenkunft indigener spiritueller Führungspersönlichkeiten und westlicher Akteur:innen in Girona (Spanien)
Das World Ayahuasca Forum ist aus einer über zehn Jahre gewachsenen, von indigenen Gemeinschaften initiierten und geleiteten Bewegung hervorgegangen. Im September 2026 soll diese Bewegung in Girona erstmals in einer Zusammenkunft realisiert werden, die in Umfang und Ausrichtung historisch ist: Mehr als 100 indigene spirituelle Führungspersönlichkeiten aus verschiedenen Territorien werden außerhalb ihrer eigenen Regionen zusammenkommen.
Ayahuasca bildet den historischen Ausgangspunkt und Namensgeber des Forums. Der eigentliche Fokus liegt jedoch auf einem umfassenderen Anliegen: Es soll ein geschützter und respektvoller Raum entstehen, in dem indigene Wissenssysteme westlichem Denken begegnen können. Indigene Gemeinschaften bewahren über Generationen hinweg entwickelte Formen des Wissens über ökologische Zusammenhänge, ein Leben im Einklang mit der Natur sowie den Schutz jener Lebensräume, von denen Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen abhängen.
Gerade angesichts gegenwärtiger Umweltkrisen, sozialer Ungleichheiten und tiefgreifender technologischer Veränderungen stellt sich die Frage, welche Perspektiven für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft in einen breiteren gesellschaftlichen Dialog einbezogen werden müssen. Das Forum möchte daher ausloten, wie indigene Wissensformen und westliche Ansätze aus Wissenschaft, Technologie, Politik und Umweltschutz voneinander lernen können. Ziel ist nicht die symbolische Einbindung indigener Stimmen, sondern eine Begegnung auf Augenhöhe, aus der konkrete Formen der Zusammenarbeit und zukunftsorientierte Lösungen hervorgehen können.
Die Durchführung des Forums ist gesichert; bislang wurden nahezu 1,6 Millionen Euro eingeworben. Die Finanzierung reicht jedoch derzeit nur für ein Mindestniveau. Es fehlen noch rund 300.000 Euro, insbesondere um die Teilnahme der indigenen Delegationen abzusichern und die Zusammenkunft mit der erforderlichen Sorgfalt, Würde und Verantwortung umzusetzen. Unterstützung ist daher in jeder Höhe willkommen; angesichts des kurzen Zeitraums bis September sind substanzielle Beiträge besonders entscheidend.
Zu diesem Beitrag gibt es einen Kalender-Termin.


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