Warnung vor vermeintlichen THC-Gummibärchen

Vergiftungsfälle in Berlin

Mix | 01.10.2026 07:00

In Berlin sind seit Mitte September mehrere Menschen nach dem Konsum vermeintlicher THC-Gummibärchen mit teils schweren Vergiftungserscheinungen behandelt worden.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit warnt deshalb vor dem Konsum entsprechender Produkte unbekannter Herkunft. Bei den Betroffenen wurden Symptome beobachtet, die einem sogenannten opioidalen Toxidrom entsprechen. Welche Substanz die Beschwerden verursacht hat, ist bislang ungeklärt. Drugchecking Berlin hält eine möglicherweise synthetische Opioidsubstanz für möglich; eine analytische Bestätigung steht noch aus.

Am 18. September wurden in Berlin-Friedrichshain eine 30-jährige Frau und wenig später ein 40-jähriger Mann mit schweren Bewusstseinsstörungen aufgefunden und medizinisch versorgt. Beide hatten zuvor mutmaßliche THC-Gummibärchen konsumiert. Vier Tage später starb in Berlin-Neukölln ein 42-jähriger Mann nach einem Kreislaufstillstand. Auch er soll zuvor ein entsprechendes „Gummitier“ gegessen haben. Die Polizei betont jedoch, dass bislang nicht geklärt ist, ob der Verzehr ursächlich für seinen Tod war.

Drugchecking Berlin beschreibt die fraglichen Produkte als mutmaßlich grüne, hanfblattförmige Gummibärchen und rät dringend davon ab, THC-Gummibärchen oder vergleichbare Edibles unbekannter Herkunft zu konsumieren. Bei Anzeichen einer möglichen Opioidvergiftung wie Bewusstlosigkeit oder stark verlangsamter beziehungsweise aussetzender Atmung sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.

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