Hanf
Streeck offen für Cannabis-Modellprojekte mit kontrollierter Abgabe
Bundesdrogenbeauftragter spricht sich für Modellprojekte zur Abgabe von Cannabis aus
Nach Einschätzung Streecks haben sich viele der ursprünglich befürchteten negativen Folgen der Cannabislegalisierung bislang nicht bestätigt. Wie die Pharmazeutische Zeitung berichtet, sieht er Handlungsbedarf bei der aktuellen Versorgungssituation: Insbesondere die zunehmende Nutzung von Online-Angeboten für Medizinalcannabis bewertet er kritisch, da dort aus seiner Sicht der Jugendschutz und die ärztliche Kontrolle nicht immer ausreichend gewährleistet seien.
Als mögliche Alternative bringt Streeck regionale Modellprojekte ins Gespräch, in denen Cannabis unter strengen Auflagen legal abgegeben werden könnte. Denkbar wären unter anderem feste Altersgrenzen, Mengenbeschränkungen, Werbeverbote sowie eine wissenschaftliche Begleitung der Projekte. Ziel wäre es, Erkenntnisse über die Auswirkungen eines regulierten Verkaufs zu gewinnen und gleichzeitig den Schwarzmarkt einzudämmen.
Für Apotheken könnte die Debatte von besonderer Bedeutung sein. Sie gelten aufgrund ihrer Beratungs- und Kontrollfunktion als mögliche Abgabestellen im Rahmen solcher Modellprojekte. Konkrete politische Vorhaben oder Gesetzesinitiativen liegen derzeit jedoch noch nicht vor.
Mit seinen Äußerungen setzt Streeck einen Akzent in der aktuellen Cannabispolitik und signalisiert Offenheit für neue regulierte Vertriebswege, ohne dabei den Gesundheits- und Jugendschutz aus dem Blick zu verlieren.


Kommentare