Lucys Magazin - Logo Alles, was deinen Geist bewegt

Mix

Lucys Mix

Die Drogenprohibition ist gescheitert - Offener Brief an Deutschen Bundestag

Am 27. Februar 2019 veröffentlichte die LEAP Deutschland (Ableger der US-amerikanischen Law Enforcement Against Prohibition) einen offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags mit einer klaren Botschaft: "Die Prohibition als Mittel der Begrenzung der Verbreitung von Drogen ist gescheitert." Obwohl der offizielle Zweck der Drogenprohibition zu keinem Zeitpunkt erfüllt worden ist - nämlich die Einschränkung von Angebot, Nachfrage und Verbreitung der im BtMG aufgeführten Substanzen - hält die Bundesregierung weiterhin daran fest. AUS DEM OFFENEN BRIEF: "Die Bandbreite illegaler Drogen wurde in all den Jahren nicht verringert. Im Gegenteil: Unter den gewinnorientierten Rahmenbedingungen eines Schwarzmarktes gelangen jedes Jahr immer mehr neue schwer einschätzbare synthetische Produkte in den Umlauf, ohne dass zunächst Näheres über diese Substanzen und ihre Gefährlichkeit bekannt ist. Rechtspraxis und theoretische Studien haben inzwischen mehrfach erwiesen, dass Strafandrohung den Drogenkonsum der Bürger*innen nicht reduziert. Im internationalen Vergleich ist mittlerweile bekannt, dass der befürchtete Anstieg des Drogenkonsums nach einem Wegfall der Strafandrohung ausbleibt und die Anzahl der problematischen Konsumverläufe sinkt! International wie national wurde daher die Prohibition als Mittel der Begrenzung der Verbreitung von Drogen immer wieder für gescheitert erklärt." Das aktuelle Drogenstrafrecht sieht mit hohen Geldstrafen, dem Entzug der Fahrerlaubnis und im schlimmsten Fall Gefängnisstrafen unverhältnismäßige Konsequenzen für Konsumenten vor. Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes besagt: "Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt." Die LEAP Deutschland fordert daher: Verhältnismäßigkeit im Strafrecht. Politische Maßnahmen zur Entkriminalisierung der Drogenkonsumenten sowie Schritte der Legalisierung für einen wirksamen Verbraucher-, Gesundheits- und Jugendschutz. Die Aufhebung der Strafbewehrung unterhalb bundesweit vereinheitlichter geringer Mengen und den Aufbau kommunaler Strukturen zur Beratung von Drogenkonsumenten nach dem Vorbild Portugals. Eine fraktionsübergreifende Zusammenarbeit der Befürworter einer neuen Drogenpolitik. Internet LEAP Deutschland: http://leap-deutschland.de/ Hier geht es direkt zum offenen Brief der LEAP: http://leap-deutschland.de/offener-brief-an-die-mdb/ Maurice Clermont
Die Drogenprohibition ist gescheitert -...
Die Drogenprohibition ist gescheitert - Offener Brief an Deutschen Bundestag -
Am 27. Februar 2019 veröffentlichte die LEAP Deutschland (Ableger der US-amerikanischen Law Enforcement Against Prohibition) einen offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags mit einer klaren Botschaft: "Die Prohibition als Mittel der Begrenzung der Verbreitung von Drogen ist gescheitert." Obwohl der offizielle Zweck der Drogenprohibition zu keinem Zeitpunkt erfüllt worden ist - nämlich die Einschränkung von Angebot, Nachfrage und Verbreitung der im BtMG aufgeführten Substanzen - hält die Bundesregierung weiterhin daran fest. AUS DEM OFFENEN BRIEF: "Die Bandbreite illegaler Drogen wurde in all den Jahren nicht verringert. Im Gegenteil: Unter den gewinnorientierten Rahmenbedingungen eines Schwarzmarktes gelangen jedes Jahr immer mehr neue schwer einschätzbare synthetische Produkte in den Umlauf, ohne dass zunächst Näheres über diese Substanzen und ihre Gefährlichkeit bekannt ist. Rechtspraxis und theoretische Studien haben inzwischen mehrfach erwiesen, dass Strafandrohung den Drogenkonsum der Bürger*innen nicht reduziert. Im internationalen Vergleich ist mittlerweile bekannt, dass der befürchtete Anstieg des Drogenkonsums nach einem Wegfall der Strafandrohung ausbleibt und die Anzahl der problematischen Konsumverläufe sinkt! International wie national wurde daher die Prohibition als Mittel der Begrenzung der Verbreitung von Drogen immer wieder für gescheitert erklärt." Das aktuelle Drogenstrafrecht sieht mit hohen Geldstrafen, dem Entzug der Fahrerlaubnis und im schlimmsten Fall Gefängnisstrafen unverhältnismäßige Konsequenzen für Konsumenten vor. Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes besagt: "Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt." Die LEAP Deutschland fordert daher:
    • Verhältnismäßigkeit im Strafrecht.
    • Politische Maßnahmen zur Entkriminalisierung der Drogenkonsumenten sowie Schritte der Legalisierung für einen wirksamen Verbraucher-, Gesundheits- und Jugendschutz.
    • Die Aufhebung der Strafbewehrung unterhalb bundesweit vereinheitlichter geringer Mengen und den Aufbau kommunaler Strukturen zur Beratung von Drogenkonsumenten nach dem Vorbild Portugals.
    • Eine fraktionsübergreifende Zusammenarbeit der Befürworter einer neuen Drogenpolitik.
  Internet LEAP Deutschland: http://leap-deutschland.de/ Hier geht es direkt zum offenen Brief der LEAP: http://leap-deutschland.de/offener-brief-an-die-mdb/ Maurice Clermont
Anzeige
hormagazin

Kommentare

Anzeige
cb-expo

Lucys Mix

LSD-Pappen gehören nicht in die Augen!
LSD-Pappen gehören nicht in die Augen!
Eine kuriose und gefährliche Methode der Einnahme von LSD sorgte neulich bei einem 18-jährigen jungen Mann für einen unerwarteten Krankenhausaufenthalt. Wohl etwas leichtfertig...

Neueste Top Artikel

Hanf

Mehr Drogentote durch Cannabis-Entkrimin...

FAZ-Kommentar stellt kruden Zusammenhang her

Mehr Drogentote durch Cannabis-Entkriminalisierung?
In einem Kommentar unter der Überschrift „Mehr Drogentote – Das Cannabis-Gesetz gehört abgeschafft“ verknüpft FAZ-Redakteur Thomas Jansen den Anstieg der Drogentodesfälle mit der...

Lucys Mix

Konsum-Boom trotz Verbot: Drogenpolitik...

MDR-Reportage

Konsum-Boom trotz Verbot: Drogenpolitik gescheitert?
TV-Doku zu Drogenkonsum und Verbotspolitik.

Lucys Mix

Geringe Mengen Drogen legalisieren

Düsseldorf und Köln streben Versuch an

Geringe Mengen Drogen legalisieren
Modellprojekt für Drogen-Mikrohandel soll Schwarzmarkt entschärfen.