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Kultur

R.I.P. Arik Brauer (1929-2021)

Am 21. Januar 2021 verstarb der visionäre Künstler und Phantastische Realist Arik Brauer im Alter von 92 Jahren. Sein Schaffen und Werk sind repräsentativ für die Wiener Schule des Phantastischen Realismus, der u.a. auch Friedensreich Hundertwasser nahestand. Der Stil Arik Brauers ist detailverliebt und orientiert sich weitestgehend am Malhandwerk der Alten Meister. In seinem Werk treffen der Realität entnommene Figuren und Symbole auf psychedelisch-surreale Ornamente und Landschaften. Die Farbvielfalt in den meisten seiner Gemälde sorgt für eine visionäre Buntheit, die den Betrachter in einen fast psychoaktiv wirkenden Zustand versetzt. Doch nicht nur die Malerei hatte der Österreicher gemeistert: Auch dem Tanz, Theater und der Musik widmete er sich. So konzipierte er Bühnenbilder für verschiedene Konzert- und Opernhäuser Österreichs. Auch als Liederkomponist und Sänger tat er sich hervor. Brauer war Jude und hatte dementsprechend ab der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich 1938 unter heftigster staatlicher Unterdrückung zu leiden. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November wurde er von Nationalsozialisten verprügelt und verletzt. Die restliche Zeit der rechten Terrorherrschaft bis 1945 verbrachte der Künstler in einem Versteck in Wien. Brauers letzte Worte sollen folgende gewesen sein: "Ich war so glücklich mit meiner Frau, mit meiner Familie, mit meiner Kunst und meinem Wienerwald. Aber es gibt eine Zeit, da lebt man, und es gibt zwei Ewigkeiten, da existiert man nicht."
Arik_Brauer-CC-BY-Sa-30-Manfred-Werner-Tsui
R.I.P. Arik Brauer (1929-2021)
Am 21. Januar 2021 verstarb der visionäre Künstler und Phantastische Realist Arik Brauer im Alter von 92 Jahren. Sein Schaffen und Werk sind repräsentativ für die Wiener Schule des Phantastischen Realismus, der u.a. auch Friedensreich Hundertwasser nahestand. Der Stil Arik Brauers ist detailverliebt und orientiert sich weitestgehend am Malhandwerk der Alten Meister. In seinem Werk treffen der Realität entnommene Figuren und Symbole auf psychedelisch-surreale Ornamente und Landschaften. Die Farbvielfalt in den meisten seiner Gemälde sorgt für eine visionäre Buntheit, die den Betrachter in einen fast psychoaktiv wirkenden Zustand versetzt. Doch nicht nur die Malerei hatte der Österreicher gemeistert: Auch dem Tanz, Theater und der Musik widmete er sich. So konzipierte er Bühnenbilder für verschiedene Konzert- und Opernhäuser Österreichs. Auch als Liederkomponist und Sänger tat er sich hervor. Brauer war Jude und hatte dementsprechend ab der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich 1938 unter heftigster staatlicher Unterdrückung zu leiden. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November wurde er von Nationalsozialisten verprügelt und verletzt. Die restliche Zeit der rechten Terrorherrschaft bis 1945 verbrachte der Künstler in einem Versteck in Wien. Brauers letzte Worte sollen folgende gewesen sein:
"Ich war so glücklich mit meiner Frau, mit meiner Familie, mit meiner Kunst und meinem Wienerwald. Aber es gibt eine Zeit, da lebt man, und es gibt zwei Ewigkeiten, da existiert man nicht."
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