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Kultur

Kratom ab jetzt in Frankreich illegal

Zum Jahresbeginn trat eine Order in Kraft, welche den Erwerb, Besitz und Handel mit Kratom und den Alkaloiden Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin künftig illegalisiert. Interessanterweise führte der (ohnehin marginale) Kratomkonsum in Frankreich bis dato zu keinen Meldungen über schwerwiegende Unfälle. Betrachtet man jedoch die Berichterstattung, so folgen die französischen Behörden hauptsächlich der fragwürdigen Argumentation der US-amerikanischen Lebensmittelaufsichtsbehörde Food and Drug Administration (FDA). Die US-Behörde publiziert regelmäßig wissenschaftlich unkorrekte Meldungen über die Gefährlichkeit von Kratom. Tatsächlich gibt es in der Literatur keine verlässlich dokumentierten Todesfälle im Kratom-Einzelkonsum. Alle bekannten Todesfälle sind auf Mischkonsum mit opiatbasierten Schmerzmitteln zurückzuführen. Dubioserweise werden im gleichen Zug die zahlreichen medizinischen Qualitäten, die hundertfach in der medizinischen Literatur dokumentiert sind, bis heute von den verantwortlichen geleugnet. Die FDA, so die Kratombefürworter, streue bewusst Halbwahrheiten über Kratom-Unfälle, um das pflanzliche Heil- und Genussmittel vom Markt zu drängen, da dies den Verkaufszahlen der herkömmlichen Pharma-Opioide schaden würde. Tatsächlich wird die FDA immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, hohe Geldspenden der Pharmaindustrie anzunehmen – Spenden, die erstaunlicherweise nicht von der Behörde offengelegt werden. Die Illegalisierung in Frankreich ist im Hinblick auf die Konsumierenden ein Trauerspiel. Wer sich noch im vergangenen Monat mit einer (vergleichsweise) sicheren Pflanze selbst therapieren konnte, muss sich nun gegebenenfalls wieder mit nebenwirkungsreichen Pharma-Drogen begnügen. Ein Gewinn ist diese Prohibition - wie immer - vor allem für die organisierte Kriminalität, während die öffentliche Gesundheit leidet. Ein Nutzer auf Reddit schreibt: „Kratom war ein solcher Lichtblick. Meine Angst war weg, mein Schlaf besser (…) Aber nun ist dieser Traum für uns (Franzosen) zu Ende“. Dirk Netter
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Kratom ab jetzt in Frankreich illegal
Zum Jahresbeginn trat eine Order in Kraft, welche den Erwerb, Besitz und Handel mit Kratom und den Alkaloiden Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin künftig illegalisiert. Interessanterweise führte der (ohnehin marginale) Kratomkonsum in Frankreich bis dato zu keinen Meldungen über schwerwiegende Unfälle. Betrachtet man jedoch die Berichterstattung, so folgen die französischen Behörden hauptsächlich der fragwürdigen Argumentation der US-amerikanischen Lebensmittelaufsichtsbehörde Food and Drug Administration (FDA). Die US-Behörde publiziert regelmäßig wissenschaftlich unkorrekte Meldungen über die Gefährlichkeit von Kratom. Tatsächlich gibt es in der Literatur keine verlässlich dokumentierten Todesfälle im Kratom-Einzelkonsum. Alle bekannten Todesfälle sind auf Mischkonsum mit opiatbasierten Schmerzmitteln zurückzuführen. Dubioserweise werden im gleichen Zug die zahlreichen medizinischen Qualitäten, die hundertfach in der medizinischen Literatur dokumentiert sind, bis heute von den verantwortlichen geleugnet. Die FDA, so die Kratombefürworter, streue bewusst Halbwahrheiten über Kratom-Unfälle, um das pflanzliche Heil- und Genussmittel vom Markt zu drängen, da dies den Verkaufszahlen der herkömmlichen Pharma-Opioide schaden würde. Tatsächlich wird die FDA immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, hohe Geldspenden der Pharmaindustrie anzunehmen – Spenden, die erstaunlicherweise nicht von der Behörde offengelegt werden. Die Illegalisierung in Frankreich ist im Hinblick auf die Konsumierenden ein Trauerspiel. Wer sich noch im vergangenen Monat mit einer (vergleichsweise) sicheren Pflanze selbst therapieren konnte, muss sich nun gegebenenfalls wieder mit nebenwirkungsreichen Pharma-Drogen begnügen. Ein Gewinn ist diese Prohibition - wie immer - vor allem für die organisierte Kriminalität, während die öffentliche Gesundheit leidet. Ein Nutzer auf Reddit schreibt:
„Kratom war ein solcher Lichtblick. Meine Angst war weg, mein Schlaf besser (…) Aber nun ist dieser Traum für uns (Franzosen) zu Ende“.
Dirk Netter
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