Das geheime Wissen der Kräuterfrauen
Auf den Märkten von Ecuadors Hauptstadt Quito wurden über 90 Pflanzenarten dokumentiert, die für Heilungen und Rituale verwendet werden. Dahinter steckt ein traditionelles Wissen, das seit Generationen weitergegeben wird und nicht nur bei körperlichen Beschwerden zum Einsatz kommt. So werden in der traditionellen Heilpraxis indigener Gemeinschaften auch Zustände wie susto (starker Schreck), mal aire (schädliche Luft) oder envidia (Neid) beschrieben, deren Ursachen in äußeren Einflüssen oder zwischenmenschlichen Beziehungen gesehen werden. Dabei helfen pflanzliche Reinigungsrituale, das entstandene Ungleichgewicht wiederherzustellen.
Auf den Märkten der ecuadorianischen Hauptstadt Quito liegen Bündel aus Ruda (Weinraute), Santa María (Beifuß), Eukalyptus, Knoblauch und anderen Pflanzen dicht an dicht. Für die Yerbateras (Kräuterfrauen), die sie verkaufen und für ihre Behandlungen einsetzen, sind diese Pflanzen jedoch weit mehr als Heilkräuter. Sie sind Teil eines über Generationen weitergegebenen Wissens über Pflanzen, Krankheiten, Rituale und das Verhältnis zwischen Mensch ...
Direktlink: https://www.lucys-magazin.com/kultur/p/das-geheime-wissen-der-krauterfrauen