Bronzezeit: Drogenkonsum auf Menorca
Bei archäologischen Ausgrabungen in der bronzezeitlichen Grab- und Kulthöhle von Es Càrritx auf Menorca fand man menschliche Haarsträhnen, die Überbleibsel eines besonderen Bestattungsritus' sein sollen. Anhand einer Ultrahochleistungs-Flüssigchromatographie und hochauflösender Massenspektrometrie (zwei Verfahren, die oft in Kombination angewandt und mit der Abkürzung UHPLC-HRMS bezeichnet werden) konnten Scopolamin (u.a. vorhanden im Stechapfel Datura), Ephedrin (u.a. vorhanden im Meerträubel Ephedra) und Atropin (u.a. vorhanden in der Tollkirsche Atropa) in den Haaren nachgewiesen werden.
Diese Ergebnisse bestätigen den Gebrauch alkaloidhaltiger Pflanzen zu Beginn des ersten Jahrtausends v.Chr. durch die lokalen Gemeinschaften der Insel.
Die gesamte (detailreich illustrierte) Studie kann (in englischer Sprache) auf nature.com kostenlos als PDF heruntergeladen werden.
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