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Psilocybin ohne Rausch: Wie Microdosing den Stoffwechsel verbessern könnte

In einer neuen Studie wurde untersucht, ob sehr geringe Mengen von Psilocybin – einem Wirkstoff aus magischen Pilzen – positive Effekte auf Stoffwechselerkrankungen haben können, ohne dabei eine berauschende oder psychedelische Wirkung auszulösen. Im Fokus standen Krankheiten wie Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Fettleber.
Psilocybin-Stoffwechsel
Psilocybin ohne Rausch: Wie Microdosing den Stoffwechsel verbessern könnte -

Dazu erhielten Mäuse, die durch eine sehr zucker- und fettreiche Ernährung krank geworden waren, über drei Monate hinweg regelmäßig eine sehr niedrige Dosis Psilocybin. Anschließend wurden ihr Körpergewicht, der Zustand der Leber, die Blutzuckerregulation, die Insulinempfindlichkeit sowie Kraft und Funktion der Muskeln untersucht. Zusätzlich analysierten die Forschenden, wie sich der Stoffwechsel in Leber und Muskeln auf molekularer Ebene veränderte. In weiteren Experimenten mit menschlichen Zellen wurde geprüft, welche Serotoninrezeptoren für die beobachteten Effekte verantwortlich sind.

Die Ergebnisse zeigten: Die niedrige Psilocybin-Dosis bremste die Gewichtszunahme, verringerte die Fettleber, senkte erhöhte Blutzuckerwerte und verbesserte die Insulinwirkung – ohne Auswirkungen auf das Gehirn oder das Verhalten der Tiere. Gleichzeitig normalisierte sich der gestörte Fett- und Zuckerstoffwechsel in der Leber fast vollständig. Auch die Muskelkraft nahm zu, was möglicherweise damit zusammenhängt, dass der Körper wieder besser auf das Hormon Leptin reagierte, das Hunger und Energieverbrauch steuert.

Entscheidend war, dass diese positiven Effekte nicht über den Serotoninrezeptor zustande kamen, der für die psychedelische Wirkung von Psilocybin bekannt ist. Stattdessen blockierte Psilocybin einen anderen Serotoninrezeptor in der Leber, der eine wichtige Rolle im Stoffwechsel spielt.

Zusammengefasst deutet die Studie darauf hin, dass dauerhaft verabreichtes Psilocybin in sehr niedriger Dosierung den Stoffwechsel deutlich verbessern kann – unabhängig von seinen psychedelischen Eigenschaften. Damit könnte es künftig ein neuer Ansatz zur Behandlung von Fettleber, Übergewicht, Typ-2-Diabetes und altersbedingtem Muskelabbau sein.

Paper: Colognesi, M., Gabbia, D., Signor, A., Sarill, M., Centofanti, L., Rinaldi, A. et al. (2025), Low, non-psychedelic doses of psilocybin as a novel treatment for MASLD, obesity and Type 2 Diabetes via 5-HT2B receptor-dependent mechanisms, Pharmacological Research, 108080.

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