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LSD: The Spring Grove Experiment
Dokument der frühen psychedelischen Therapieforschung
Unter der Regie von Allen Mack begleitet der Film die LSD-Forschung am Spring Grove Hospital in Catonsville, Maryland, und stellt zwei Fallgeschichten von Patienten vor – jeweils vor und während ihrer Behandlung.
Das Forschungsprogramm in Spring Grove entwickelte sich über mehrere Jahrzehnte. Erste Untersuchungen mit LSD an Patienten mit psychischen Erkrankungen fanden dort bereits in den 1950er-Jahren statt. Ab den 1960er-Jahren entstand unter Forschern wie Albert Kurland, Stanislav Grof und Walter N. Pahnke ein umfangreicheres Programm zur Erforschung psychedelisch unterstützter Psychotherapie. Die Arbeiten wurden unter anderem durch das National Institute of Mental Health (NIMH) gefördert.
Dabei beschränkte sich die Forschung nicht auf Schizophrenie. Untersucht wurden im weiteren Verlauf unter anderem Menschen mit Alkohol- und anderen Abhängigkeitserkrankungen sowie Patienten mit schweren psychischen Belastungen im Zusammenhang mit lebensbedrohlichen Erkrankungen. Das Programm ist insbesondere für den Versuch bekannt geworden, LSD nicht als konventionelles Arzneimittel, sondern als „facilitating agent“ – also als Mittel zur Unterstützung und Intensivierung psychotherapeutischer Prozesse – einzusetzen.
Der 1966 entstandene Film dokumentiert eine Phase dieser Forschung, in der LSD in Teilen der psychiatrischen Fachwelt noch als ernstzunehmendes therapeutisches Instrument untersucht wurde. Er entstand damit lange vor der späteren rechtlichen und politischen Restriktion psychedelischer Substanzen, die die klinische Forschung in den USA weitgehend zum Erliegen brachte.
Zu den im Film auftretenden Personen gehören neben den beteiligten Forschern unter anderem Charles Kuralt, Mike Wallace, Arthur King, Peg McGinnis, Walter N. Pahnke und Charles Savage.
Heute besitzt „LSD: The Spring Grove Experiment“ vor allem historischen Wert. Das Dokument zeigt eine frühe Phase psychedelischer Psychotherapieforschung und erinnert daran, dass die wissenschaftliche Untersuchung von LSD als therapeutischem Werkzeug bereits Jahrzehnte vor der gegenwärtigen psychedelischen Renaissance stattfand. Zugleich sind die damaligen Untersuchungen hinsichtlich Methodik und wissenschaftlicher Standards nicht unmittelbar mit modernen klinischen Studien vergleichbar.


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