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Kaffee: Bis zu 400 Milligramm Koffein täglich gelten als unbedenklich
Neues aus der Forschung
Das entspricht je nach Zubereitung etwa drei bis fünf Tassen schwarzem Kaffee à rund 230 Milliliter. Entscheidend ist dabei die tatsächlich aufgenommene Koffeinmenge, nicht die Zahl der Tassen.
Die aktuelle Evidenz deutet zudem darauf hin, dass moderater Kaffeekonsum mit einem geringeren Risiko für bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein kann. Auch für Typ-2-Diabetes wurden in zahlreichen Studien entsprechende Zusammenhänge beobachtet. Dabei ist allerdings nicht geklärt, ob diese möglichen Vorteile tatsächlich durch Kaffee verursacht werden. Ein großer Teil der Daten stammt aus Beobachtungsstudien, die keine eindeutigen Ursache-Wirkungs-Beziehungen belegen.
Mögliche positive Effekte könnten zudem auf andere Inhaltsstoffe des Kaffees zurückgehen. Neben Koffein enthält das Getränk zahlreiche bioaktive Substanzen. Die AHA weist deshalb darauf hin, dass sich die Wirkungen von Koffein und Kaffee insgesamt nicht vollständig voneinander trennen lassen.
Bei den meisten Menschen erhöht üblicher Kaffeekonsum das Risiko für Vorhofflimmern offenbar nicht. Allerdings können koffeinhaltige Getränke bei manchen Menschen vorzeitige Herzschläge aus den Herzkammern begünstigen. Auch individuelle Reaktionen wie Herzklopfen, Unruhe oder Schlafprobleme sind möglich. Wer solche Beschwerden nach Kaffee feststellt, sollte seinen Konsum reduzieren und gegebenenfalls ärztlich abklären lassen.
Für Schwangere gilt eine niedrigere Grenze: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt maximal 200 Milligramm Koffein pro Tag. Auch Erkrankungen und bestimmte Medikamente können die individuelle Verträglichkeit beeinflussen.
Kein Grund zur Panik besteht unterdessen wegen nachgewiesener Pestizidrückstände in Kaffee. Der bloße Nachweis eines Pflanzenschutzmittels bedeutet nicht automatisch eine gesundheitliche Gefahr. Entscheidend sind Art und Menge der aufgenommenen Substanz sowie die daraus resultierende Exposition.
Damit spricht nach aktuellem Forschungsstand für die meisten gesunden Erwachsenen nichts gegen moderaten Kaffeekonsum. Als Gesundheitsmittel sollte Kaffee dennoch nicht verstanden werden: Die Forschung liefert Hinweise auf mögliche Vorteile, aber keine Grundlage dafür, Nicht-Kaffeetrinkern zum Kaffeekonsum zu raten.


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