Hanf
Cannabis: Gesetzentwurf gegen Telemedizin
Der Verband bezeichnet diesen Schritt als Rückfall in vordigitale Zeiten. Er weist darauf hin, dass Telemedizin und Versandlösungen, auch schon vor dem Cannabis-Medizin-Gesetz (MedCanG), etablierte und wertvolle Versorgungswege waren — gerade für chronisch erkrankte Patienten. Während die Bundesregierung in anderen Bereichen auf Digitalisierung setzt, führe gerade im Bereich medizinisches Cannabis der neue Entwurf zu einer Bremse derselben.
Ein weiterer Kritikpunkt: Die Einschränkungen betreffen lediglich Cannabisblüten, nicht jedoch Konzentrate oder Extrakte, obwohl letztere häufig höhere THC-Gehalte aufweisen. Der DHV moniert, dass das Bundesgesundheitsministerium hierfür keine klaren Daten oder begründeten Erläuterungen liefert – mit dem Hinweis auf gestiegene Importzahlen bei Blüten bleibt es vage.
Ökonomisch befürchtet der DHV erhebliche Auswirkungen: Online-Apotheken, die sich auf Cannabis spezialisiert haben, und damit verbundene Arbeitsplätze könnten stark gefährdet sein. Innovative digitale Versorgungsstrukturen würden durch das Verbot abrupt ausgebremst.


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