Lucys Magazin - Logo Alles, was deinen Geist bewegt

Gesundheit

Hanf

Costa Rica legalisiert Medizinalcannabis

Am 1. März 2022 verabschiedete die Regierung Costa Ricas ein Gesetz, das den Vertrieb und Anbau von Medizinalcannabis im südamerikanischen Staat legalisiert. Die Verordnung Expediente N.º 21.388 regelt Anbau, Ernte, Verarbeitung, Lagerung und Transport von Hanf, der zu medizinischen Zwecken gebraucht wird.

Einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Legalisierung von Medizinalhanf, der weniger ausgearbeitet war, als der jetzige, hatte der Präsident Carlos Alvarado Quesada im Januar 2022 vorerst abgelehnt, weil er der Meinung war, dass der Antrag nicht genügend Regulierungen in Hinsicht auf Privatanbau- und Konsum-Obergrenzen beinhaltet hatte. Der noch regierende Präsident steht am Ende seiner vierjährigen Amtszeit – am 3. April 2022 wird das neue Staatsoberhaupt Costa Ricas gewählt.

Das neue Gesetz sieht vor, dass der Gesundheitsminister sowie der Agrarminister den Markt für Medizinalcannabis kontrollieren. Bürger des südamerikanischen Staates werden voraussichtlich ab Mai 2022 die Gelegenheit haben, Anträge auf den Erwerb von medizinischem Hanf zu stellen. Der Privatanbau bleibt weiterhin verboten. Als Grund dafür führte Präsident Alvarado möglichen Substanzmissbrauch sowie illegalen Handel an. Personen, die medizinisches Marihuana anbauen und vertreiben wollen, müssen sich bei den entsprechenden nationalen Gesundheitsbehörden registrieren lassen. Außerdem müssen sie sich stichprobenartigen und routinemäßigen Inspektionen durch das costaricanische Drogeninstitut (ICD) unterziehen. Anbau- und Vertriebsslizenzen sind sechs Jahre lang gültig, können aber nach einem Überprüfungszeitraum verlängert werden. Das nicht genehmigte Anbauen bzw. Verkaufen von Cannabis kann eine Strafe von sechs bis zwölf Jahren nach sich ziehen.

Rückverfolgbarkeitssysteme werden schrittweise eingeführt, um den Vertrieb der Produkte über die gesamte Produktionskette hinweg beobachten zu können. Die von den Ministerien erhobenen Steuergebühren werden vollständig in die nationalen Behörden, die Strafverfolgung und die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften reinvestiert. Die Lizenzgebühren werden sich proportional zur Größe und Art des Unternehmens belaufen.

Quelle:

www.leafly.com

Anzeige
hormagazin

Kommentare

Anzeige
banner-fur-den-forderkreis

Hanf

pexels-kindel-media-7773109-scaled
«Dealer-Arzt» vor Gericht
Am 9. Februar 2022 ist ein Arzt aus München vom dortigen Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Der 68-Jährige hatte in 539 Fällen...

Neueste Top Artikel

Lucys Mix

Drud Checking

Substanzen testen lassen

Xtra Die Genese der Drug-Checking-Programme
Drug Checking ist eine Interventionsstrategie zur Erhaltung der Gesundheit, da die genaue Kenntnis von Dosierung und Wirkstoffzusammensetzung einer Droge den Gebrauchern...

Hanf

Cannabis-Extrakte

Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM)

Petition gegen Ausschluss von Cannabisblüten aus der GKV-Erstattung
Die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM) unterstützt eine öffentliche Petition an den Deutschen Bundestag, mit der die Rücknahme des Ausschlusses von Cannabisblüten aus...

Lucys Mix

Sport und das Endocannabinoidsystem

Marathon und Ultramarathon verändern das körpereigene Endocannabinoid-System

Endocannabinoide und Sport
Lange Ausdauerläufe gehen mit zeitabhängigen Veränderungen körpereigener Cannabinoide einher. Das zeigt eine Studie mit Marathon- und Ultramarathonläufern, die insbesondere einen...