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Hamburg schließt zwei Einrichtungen der Drogenhilfe
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Die Palette war vor sechs Jahren eingerichtet worden, nachdem sich das Umfeld der S-Bahn-Station Holstenstraße zu einem Treffpunkt Drogenabhängiger entwickelt hatte. Die Einrichtung bietet akzeptierende und niedrigschwellige soziale Hilfen für Menschen mit Drogenproblemen und Obdachlosigkeit. Nach Angaben der Einrichtung werden dort täglich durchschnittlich rund 50 Klient von Sozialarbeiter betreut. Einen Schwerpunkt bildet die Arbeit mit Menschen, die Crack konsumieren.
Die Sozialbehörde begründet das Ende der Förderung damit, dass die Palette ursprünglich als temporäre Lösung vorgesehen gewesen sei. In unmittelbarer Nähe wurde im Frühjahr eine neue Tagesaufenthaltsstätte eröffnet, in der sich bis zu 100 obdachlose Menschen gleichzeitig aufhalten und beraten lassen können. Die Behörde räumt allerdings ein, dass diese Einrichtung kein vergleichbares niedrigschwelliges Suchthilfeangebot wie die Palette bietet. Crackkonsumierende Menschen sollen nach Angaben der Behörde stärker an spezialisierte Angebote wie Stay Alive und Drob Inn herangeführt werden. Zusätzlich sollen weitere Stellen für die Straßensozialarbeit in Altona geschaffen werden.
Kritik kommt unter anderem von den Grünen und der Linken in Altona. Sie warnen davor, dass mit der Palette eine zentrale Anlaufstelle für Menschen wegfällt, die von anderen Hilfsangeboten bislang nur schwer erreicht werden. Die Grünen verweisen zudem darauf, dass die überwiegend aus Crackkonsumierenden bestehende Drogenszene das Angebot der Straßensozialarbeit angenommen habe. Ob die vorgesehenen Alternativangebote die bisherige Funktion der Palette übernehmen können, wird von den Kritikern bezweifelt.
Auch das Malteser Nordlicht ist von den Sparmaßnahmen betroffen. Die seit rund 30 Jahren bestehende Einrichtung bietet 26 Plätze für obdachlose Männer mit Drogenproblemen beziehungsweise in Substitution. Die Sozialbehörde stellt die Förderung der Containerunterkunft ein; zuletzt belief sie sich auf etwas mehr als eine Million Euro.
Die beiden Fälle stehen damit exemplarisch für den aktuellen Spardruck auf das Hamburger Suchthilfesystem. Besonders umstritten ist dabei die Frage, ob spezialisierte und niedrigschwellige Angebote für besonders schwer erreichbare Konsument durch allgemeine oder stärker spezialisierte Hilfsangebote ausreichend ersetzt werden können.


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