Lucys Magazin - Logo Alles, was deinen Geist bewegt

Gesundheit

Hanf

Cannabidiol (CBD) Cannabinoid mit Potenzial

Franjo Grotenhermen, Markus Berger & Kathrin Gebhardt
Auszug aus dem Heft Cannabidiol spaltet die Menschen in zwei Lager: die einen, die behaupten, dass CBD ganz und gar nicht psychoaktiv sei, verspüren auch nach Einnahme größerer Mengen keine psychischen Wirkungen. Die andere Seite besteht aber aus jenen, die behaupten, CBD habe sehr wohl eine psychische Effektivität – nämlich eine sedative, also beruhigende Wirkung; sie werden nach der Einnahme von CBD-Präparaten müde und können danach gut schlafen. Cannabidiol ist auf jeden Fall in anderer Art und Weise wirksam als sein Verwandter, das Cannabinoid THC. Die beiden Moleküle sind, was ihre Psychoaktivität angeht, nicht zu vergleichen. Das hat zumindest wohl jeder Patient schon erlebt, wenn er die aus der Apotheke beziehbaren Marijuanasorten miteinander verglichen hat, von denen die eine mit hohem THC-Wert daherkommt – sie heißt Bedrocan und enthält etwa 22 Prozent THC bei weniger als einem Prozent CBD – und die andere, das ist die Sorte Bediol, ganz andere Werte aufweist, nämlich 6,3 bis 6,5 Prozent THC und 8 Prozent CBD. Die Unterschiede in der Wirksamkeit sind enorm. Cannabidiol ist ein pflanzliches Cannabinoid (= Phytocannabinoid). Es kommt im Faserhanf in unterschiedlichen Mengen, aber auch in Marijuanazüchtungen vor und ist ein Hemmer der psychoaktiven Effekte des THC. Franjo Grotenhermen erklärte schon in seinem Buch Die Behandlung mit Cannabis und THC (Nachtschatten Verlag) in kurzen und gut verständlichen Worten, was Cannabidiol, CBD, eigentlich ist: «Die zweitwichtigste Cannabinoidgruppe ist die Cannabidiolgruppe. Cannabidiol (CBD) ist vor allem im Faserhanf und in einigen Haschischsorten vorhanden. Im Gegensatz zum THC verursacht es keine psychischen Wirkungen und in ausreichend hohen Dosen wirkt es der psychischen Wirkung des THC sogar entgegen. Allerdings kann es die schmerzlindernden Eigenschaften des THC verstärken. Außerdem wirkt Cannabidiol beruhigend, entzündungshemmend, antiepileptisch, angstlösend, antipsychotisch und Augeninnendruck senkend. Im Vergleich zum THC werden diese Wirkungen jedoch erst bei vergleichsweise großen Cannabidiolmengen erzielt.» Schmerzlindernd, entzündungshemmend Der Cannabinoidforscher Dr. Ethan Russo hat ebenfalls eine Definition zu bieten: « war früher beispielsweise weit in den Cannabislandrassen aus Afghanistan und Marokko verbreitet, ist jedoch weitgehend aus Cannabis für den Freizeitkonsum Den ganzen Artikel kannst du im Magazin Lucy’s Rausch Nr. 2 lesen. Hier bestellen. Bei diesem Text handelt es sich um einen Auszug aus dem Buch Cannabidiol (CBD) von Dr. Franjo Grotenhermen, Markus Berger und Kathrin Gebhardt. Der Band ist soeben im Nachtschatten Verlag erschienen. ISBN: 978-3-03788-369-3
Anzeige
kakaomuhle

Kommentare

Anzeige
banner-fur-den-forderkreis

Hanf

vorschau-Moderne-Cannabiskonzentrate
Moderne Cannabiskonzentrate und die Dabbing-Kultur
Stefan Trebes

Neueste Top Artikel

Lucys Mix

Präventionsautomat für Drogenkonsumenten

Öffentliche Drogenhilfe

Präventionsautomaten für Wiesbaden
In Wiesbaden sollen zwei Präventionsautomaten den niedrigschwelligen Zugang zu hygienischen Konsumutensilien für Menschen ermöglichen, die Drogen gebrauchen.

Hanf

Cannabis_medizin_Fotolia

Drogenpolitik Deutschland

Medizinalcannabis: Streit um Verschärfung der Regeln
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will die Regeln für Medizinalcannabis verschärfen.

Lucys Mix

Medizinalcannabis

Koalition will Vorgaben zur Therapie präzisieren

Cannabis-Erstverordnungen
Berlin – Die Koalition will die gesetzlichen Vorgaben für die Erstverordnung von medizinischem Cannabis erneut ändern.