Xtra Wem gehört die Coca?
Der Kampf um das kulturelle Erbe und den rechtlichen Status einer Pflanze, die den Rohstoff für einen globalen Milliardenmarkt liefert.
Coca ist nicht gleich Kokain – und doch behandelt das internationale Drogenkontrollsystem die Pflanze wie eine verbotene Droge. Indigene setzen sie seit Jahrhunderten für traditionelle Zwecke ein; auf der anderen Seite steht sie im Zentrum eines globalen Drogenmarktes, der zu Gewalt, Entwaldung und sozialen Konflikten führt. Jetzt wird darüber diskutiert, ob bestehende Rechtsinstrumente einen besseren Schutz der Coca und des mit ihr verbundenen indigenen Wissens ermöglichen können.
12.08.2026
Nicole Maron
Kaum eine Pflanze ist in Südamerika mit so unterschiedlichen Realitäten und Interessen verbunden wie die Coca. Seit Jahrtausenden werden ihre Blätter von indigenen Gemeinschaften gekaut, als Tee verwendet und in religiöse und soziale Praktiken eingebunden. Gleichzeitig ist die Pflanze der Ausgangsstoff für Kokain und damit Teil eines globalen Drogenmarktes, der in den Anbauregionen mit Gewalt, Entwaldung und sozialen ...


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