USA: MDMA-Therapie für Soldaten
Ziel ist es herauszufinden, ob die Kombination aus Psychotherapie und dem Wirkstoff MDMA traumatische Kriegserfahrungen wirksam verarbeiten helfen kann. Befürworter sehen darin eine vielversprechende Möglichkeit, die psychische Gesundheit von Soldaten zu verbessern und langfristige Folgen von Kriegseinsätzen zu reduzieren. Unterstützt wird das Vorhaben parteiübergreifend in der US-Politik; auch Präsident Donald Trump hat jüngst Maßnahmen zur Förderung der Forschung an psychedelischen Therapien angekündigt.
Kritiker warnen jedoch vor einer problematischen militärischen Nutzung solcher Behandlungen. Es sei ethisch fragwürdig, traumatisierte Soldaten therapeutisch zu stabilisieren, um sie anschließend erneut in Kampfeinsätze zu schicken. Zudem sei unklar, wie nachhaltig die Wirkung der Therapie unter den Belastungen eines weiteren Kriegseinsatzes wäre.
Die Studien markieren einen bemerkenswerten Wandel im Umgang der US-Streitkräfte mit Psychoaktiva. Während das Militär in den 1950er-Jahren noch mit LSD experimentierte, um dessen mögliche militärische Einsatzmöglichkeiten zu erforschen, steht nun erstmals die therapeutische Behandlung psychischer Kriegsfolgen im Vordergrund. Ob MDMA künftig Teil der regulären Versorgung von Soldaten werden könnte, hängt von den Ergebnissen der Untersuchungen ab.


Kommentare