Xtra Timothy Leary: MDMA – die Droge der Achtziger
Soziologen wissen, dass jede Stufe der menschlichen Kultur ihre eigene Kunst, ihre Musik, ihre eigene Literatur, ihren eigenen sexuellen Ausdruck, ihren einzigartigen Dialekt und ihre eigene zeremonielle Droge besitzt. Nehmen wir zum Beispiel die achtziger Jahre dieses Jahrhunderts in den USA. Der Stil jenes Jahrzehnts wurde von Ronald Reagan geprägt, der uns ein gehemmtes Sexualleben, eine nostalgische Ästhetik der fünfziger Jahre, eine Serie von Hexenverfolgungen (Lieblingssport der moralisierenden Mehrheit), eine düstere Paranoia des Kalten Krieges und eine überhaupt nicht wohltätige Ethik des allgemeinen Egoismus zurückbrachte.
15.04.2025
Als Reaktion darauf erschien während des vergangenen Jahrzehnts der harschen Rhetorik eine neuartige Droge, „Empathogen“ genannt, die einen Zustand von Empathie und mitfühlendem Verständnis im Gehirn des Anwenders erzeugt (Später verwendet man dafür auch gerne die Ausdrücke „Entaktogen“ oder „Inneres Berühren“ – der Herausg. der amerik. Ausg.).Eine ältere Version dieser Droge war MDA, die „Liebesdroge“ der siebziger Jahre. Die gegenwärtig ...


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