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Kultur

Kuka Saruy: Coca in den Anden

Die Kampagne zur Finanzierung einer Filmdokumentation über die peruanische Coca-Tradition Kuka Saruy dient der Fertigstellung des Werks, das sich mit der bedrohten Praxis in den Anden auseinandersetzt. Initiiert wurde das Projekt von Faisal Tisnes und Araceli Baños Piqueras, die sich zum Ziel gesetzt haben, das kulturell und spirituell bedeutende Ritual auf Bewegtbild festzuhalten und einem internationalen Publikum zugänglich zu machen.
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Kuka Saruy: Coca in den Anden -

Im Mittelpunkt des etwa 40-minütigen Dokumentarfilms steht die rituelle Ernte und Nutzung von Coca-Blättern in den Anden (Kuka Saruy). Für viele indigene Gemeinschaften ist die Coca-Pflanze weit mehr als ein landwirtschaftliches Produkt: Sie gilt als heilig, ist tief mit der spirituellen Weltanschauung verbunden und symbolisiert die Beziehung zu „Pachamama“, der Mutter Erde. Der Film begleitet Mitglieder der Q’ero-Gemeinschaft, die als Bewahrer dieser Tradition gelten, auf ihrer Reise von den Hochanden in tiefere, subtropische Regionen, wo die Cocapflanze angebaut und geerntet wird.

Ein zentraler Schauplatz ist die Region um Quillabamba in Peru. Dort treffen unterschiedliche geografische und kulturelle Räume aufeinander: Hochland und Dschungel, Tradition und Moderne. Die Filmemacher dokumentieren nicht nur den praktischen Ablauf der Ernte, sondern auch die spirituellen Zeremonien, gemeinschaftlichen Rituale und die Weitergabe von Wissen zwischen den Generationen. Dabei wird deutlich, dass diese jahrhundertealte Praxis zunehmend unter Druck steht – sei es durch gesetzliche Einschränkungen, gesellschaftlichen Wandel oder wirtschaftliche Veränderungen.

Die GoFundMe-Kampagne dient dazu, die abschließenden Dreharbeiten sowie die Postproduktion zu finanzieren. Dazu gehören Schnitt, professionelle Ton- und Farbkorrektur, die Komposition einer Originalmusik sowie die Einreichung bei internationalen Filmfestivals. Ein Teil der Mittel soll zudem direkt der beteiligten Gemeinschaft zugutekommen, etwa zur Unterstützung lokaler Infrastruktur und kultureller Aktivitäten. Damit versteht sich das Projekt nicht nur als filmische Dokumentation, sondern auch als konkrete Form solidarischer Zusammenarbeit.

Inhaltlich verfolgt der Film einen klaren kulturpolitischen Anspruch: Er möchte indigenes Wissen sichtbar machen, die Bedeutung spiritueller Naturbeziehungen hervorheben und das Bewusstsein für kulturelle Vielfalt stärken. Durch die Verbindung von dokumentarischer Beobachtung und sensibler Annäherung an rituelle Praktiken entsteht ein Werk, das sowohl anthropologisch als auch künstlerisch relevant sein will.

Insgesamt präsentiert sich die Kampagne als engagiertes, kulturorientiertes Filmprojekt mit gesellschaftlicher Dimension. Sie verbindet Dokumentarfilm, kulturelle Bewahrung und gemeinschaftliche Unterstützung zu einem Vorhaben, das über die reine Filmproduktion hinausgeht und einen Beitrag zur Anerkennung und Wertschätzung indigener Traditionen leisten möchte.

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