Karl Lauterbach rät zum Alkoholkonsum
Trotz seiner Vorliebe für Wein und Bier rühmte er den Schnaps im Verlauf des Gesprächs zunächst nicht: Ein Schluck nach dem Essen helfe höchstens psychosomatisch, nicht aber direkt physisch; der Magen habe danach noch mehr zu tun als vor dem Konsum. Dennoch rät der Professor für Medizin auch hier letztlich zum Griff zur Flasche, denn »die Placebowirkung vom Schnaps ist bei uns so ausgeprägt, dass man einen Schnaps empfehlen kann«.
Der Minister gab BILD-Lesern außerdem einen nützlichen Tipp für durchzechte Nächte: Neben viel Wasser und ausreichender Ernährung empfiehlt er hohe Dosen Koffein als Hausmittel gegen den anstehenden Kater, und zwar am besten direkt als Ergänzung zum stattfindenden Alkoholrausch. »Der doppelte Espresso zum Ende der Party« mache »einen Unterschied«, so Lauterbach. »Auch wenn es dazu keine Studien gibt«, zeige ihm das seine Erfahrung.
Lauterbach erntete in der deutschen Medienlandschaft teilweise Spott und Häme, aber auch Entrüstung mit seinen Aussagen; sogar üblicherweise eher alkoholaffine Boulevard- und Allgemeinblätter zeigten sich zuweilen verdutzt. Bekannte Zeitungen und Zeitschriften titelten mit Schlagzeilen wie »Ausgerechnet der Bundesgesundheitsminister verharmlost Alkoholkonsum« (Stern), »Festtags-Menüs und Alkohol - Lauterbach hält ein Glas Wein oder Bier in der Regel für gesund (...)« (Deutschlandfunk) oder »Jetzt wird es langsam peinlich: Ist Karl Lauterbach noch twittertauglich?« (Berliner Zeitung).
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