Ethnobotanik
Xtra Außergewöhnliche Räucherwerke
Bei manchen Räucherstoffen mag sich der Anwender durchaus die Frage stellen, weshalb in der Vergangenheit jemand auf die Idee kam, so etwas zu räuchern. Ich denke beispielsweise an die sogenannten Räucherklauen, deren Räucheraroma an verbrannte Fingernägel erinnert, oder an die stechend in der Nase beißenden und nach Knoblauch und Zwiebeln riechenden Doldenblütlerharze. Aber auch der fossile Bernstein kann beim Räuchern eine echte olfaktorische Herausforderung sein. Ganz zu schweigen vom sogenannten Hyraceum, den versteinerten Exkrementen des Klippschliefers, dessen Geruch wohlwollend formuliert die Assoziation von „Wildgehege“ hervorruft.
25.11.2025
Doch ganz sicher hätten die soeben exemplarisch aufgeführten Duft- und Räucherstoffe nicht eine über viele Jahrhunderte zurückreichende Anwendungsgeschichte, wenn sie ausschließlich unangenehm stinken würden. Nicht von ungefähr kommt es, dass der Umgang mit Duft- und Räucherwerk auch als „Kunst“ bezeichnet wird, da es oftmals eben viel mehr ist, als wahllos irgendwelche getrockneten Naturmaterialien auf glühende Kohlestücke zu legen. Denn natürlich ...


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