Albert Hofmann: LSD‑Entdecker wäre heute 120 Jahre alt
Hofmann arbeitete als Naturstoffchemiker bei Sandoz und synthetisierte 1938 erstmals Lysergsäurediethylamid (LSD‑25) aus Mutterkorn‑Alkaloiden, ursprünglich im Versuch, ein Kreislaufmittel zu entwickeln. Fünf Jahre später entdeckte er zufällig die bewusstseinsverändernde Wirkung dieser Verbindung – ein Ereignis, das den Grundstein der Psychedelik‑Geschichte legte.
Am 19. April 1943, drei Tage nachdem er bei einem erneuten Experiment mit LSD in Kontakt gekommen war, nahm Hofmann bewusst eine Dosis der Substanz und erlebte auf dem Heimweg seinen legendären „Bicycle Day“‑Trip, der bis heute als Symbol der psychedelischen Entdeckung gilt.
Seine Arbeit löste nicht nur medizinische und therapeutische Forschungen aus – etwa über den Einsatz von LSD in Psychotherapie –, sondern beeinflusste auch kulturelle Bewegungen und philosophische Debatten über Bewusstsein und Wahrnehmung.
Hofmann selbst betrachtete LSD nicht bloß als Droge, sondern als ein Werkzeug zur Erweiterung des Bewusstseins und zur tieferen Auseinandersetzung mit der eigenen Existenz.
Albert Hofmann starb am 29. April 2008 im Alter von 102 Jahren.
Sein Vermächtnis wirkt bis heute nach, nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der anhaltenden psychedelischen Renaissance des 21. Jahrhunderts.


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